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Grätsche gegen Rechtsaussen e.V. kickt gemeinsam mit SV 1920 Echzell e.V. für Toleranz und Demokratie

Großes Fußballturnier „Fußball für Demokratie und Toleranz“ am 14. April ab 10:00 Uhr auf dem Sportplatz in Langgöns

Wie bereits im letzten Jahr findet am 14. April ein Fußballturnier des Bündnisses für Toleranz und Demokratie in Kooperation mit der Jugendpflege der Gemeinde Langgöns statt. Dieses Jahr konnte die Grätsche gegen Rechtsaussen den SV 1920 Echzell als Partner für die Teilnahme an dieser Veranstaltung gewinnen.

„Wir stellen eine Mannschaft, die sich aus C-Jugend-Spielern des SV 1920 Echzell bildet“ so Manfred Linss, der erste Vorsitzende des Vereins Grätsche gegen Rechtsaussen. An einem, hoffentlich, schönen Tag werden die Mannschaften auf einem Kleinfeld das Turnier in Langgöns austragen. Die Mannschaftsstärke beträgt sechs Jugendliche. Für das leibliche Wohl wird ebenfalls mit Grillwurst, Kaffee und Kuchen gesorgt sein.

„Wir freuen uns auf das Fußballturnier und sind dem SV 1920 Echzell für das Engagement der Mannschaftsmitglieder und Betreuer dankbar. Wir hoffen auf zahlreiche Fans die der Veranstaltung eine gebührende Kulisse bieten und auch hier ein Zeichen für Demokratie und Toleranz setzen.“ 

Pressekontakt: Manfred Linss 0171/1960693

Im Falle einer Veröffentlichung freuen wir uns über eine kurze Nachricht.

GRÄTSCHE GEGEN RECHTSAUSSEN e.V.

Verein zur Förderung demokratischen Bewusstseins

Postfach 1102

61207 Echzell

 

 

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„Das Problem heißt Rassismus. Antifaschistisch denken, handeln, leben.“

Aufruf zur Demonstration am 14.4.2012 in Lollar (bei Gießen), Bahnhof 11 Uhr 

Der Verein „Grätsche gegen Rechtsaussen e.V.“ unterstützt den Aufruf des Bündnisses gegen Rechts, Gießen und fordert alle Demokraten dazu auf, die Veranstaltung aktiv zu unterstützen und teilzunehmen! 

Aufruf: „Das Problem heißt Rassismus. Antifaschistisch denken, handeln, leben.“ 

Ende letzten und Anfang dieses Jahres tauchten im Kreis Gießen und Marburg Nazi-Schmierereien auf. In mehreren Orten rund um Allendorf / Lumda, Rabenau und Lollar sowie Ebsdorf und Weimar wurden Friedhöfe mit Naziparolen und -symbolen beschmiert und teilweise Gräber beschädigt. Bereits seit mehreren Jahren, sind in dieser Region immer wieder Naziaufkleber und -sprühereien zu sehen.

In Lollar kam es gleich zweimal zu solchen Schmierereien, sowohl auf dem jüdischen Friedhof in Odenhausen als auch an der ezidischen Gemeinde Hessen wurden Symbole mit NS-Bezug gesprüht.

Nach Meinung der Grätsche gegen Rechtsaussen e.V. wird es Zeit, auf die Nazis vor Ort aufmerksam zu machen und wir fordern die Bewohner_innen der Region dazu auf sich den Nazis, aber auch dem alltäglichen Rassismus entgegenzustellen. Es ist für uns nicht weiter hinzunehmen, dass Nazis ohne jegliche Konsequenz uneingeschränkt ihr menschenverachtendes Weltbild nach außen tragen können. Seit mehreren Jahren taucht eine Clique junger Nazis aus dem Kreis Gießen und dem Vogelsberg bei diversen Veranstaltungen mit eindeutig neonazistischen T-Shirts auf, ob das Besuche in Jugendzentren oder auf der Kirmes waren, scheinbar ohne große Gegenwehr konnten die Nazis ihre menschenverachtende Ideologie nach außen tragen. Der erste Organisierungsversuch war ca. ab 2008 unter dem Namen „Division Mittelhessen“. Bis auf das Tragen von T-Shirts der „Kameradschaft“ wurden diese kaum aktiv, lediglich einmal tauchten Mitglieder 2008 auf einem NPD-Aufmarsch in Fulda auf, ein weiteres mal waren sie 2010 bei dem größten Naziaufmarsch Europas in Dresden zu sehen. 2010 gingen die Freien Nationalisten Lumdatal mit einer Homepage an die Öffentlichkeit, diese sind in etwa die Nazis der „Division Mittelhessen“, die aus dem Kreis Gießen kommen. Neben einem „Wandertag der deutschen Jugend“, verabredeten sie sich auch auf dem eigens geschaffenen „NationalVZ“ zu Stammtischen oder um auf Naziaufmärsche zu fahren. Es wurden eigene Aufkleber gedruckt und in Gießen und anliegenden Orten verklebt. Nach einer Outing-Aktion durch Antifaschist_innen bei dem Betreiber der Homepage der FN Lumdatal, wurde diese gelöscht.

Allerdings gibt es auch weitere neonazistische Tendenzen, so ist eine stetig wachsende Gruppe zu beobachten, die aus mehreren Black Metal-Hörer_innen besteht die ebenfalls mit eindeutigen Symbolen hantieren. So ist im Logo des in Gießen ansässigen Black-Metal-Labels „Supremacy Through Intolerance“ (übersetzt Überlegenheit durch Intoleranz), eine schwarze Sonne zu sehen, ein Symbol mit klarem Bezug. Entgegen mancher Behauptungen aus der rechten Szene, ist die schwarze Sonne kein historisches Symbol, sondern ein Kunstprodukt der SS. Auch diverse Bands, die auf T-Shirts und Aufnähern zu sehen sind, stehen für ein eindeutig rechtes Weltbild.

Es wäre aber zu einfach, das Problem nur einer Clique von Nazis zuzuschreiben. Denn Rassismus ist nicht nur ein Phänomen, was am Rechten Rand zu finden ist. Ausschließendes Verhalten und Äußerungen gegenüber vermeintlich Fremden, finden sich jeden Tag in unzähligen Situationen, auch in der so genannten Mitte der Gesellschaft. Deswegen reicht es unserer Meinung nach nicht, gegen Nazis zu demonstrieren, vielmehr sollte erkannt werden, dass das Problem Rassismus heißt und in jeder Form angegangen werden muss!

Für einen konsequenten Antifaschismus! 

Pressekontakt: Manfred Linss 0171/1960693

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GRÄTSCHE GEGEN RECHTSAUSSEN e.V.

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Nein zur Hessen-NPD in Altenstadt

Verein ruft zur Teilnahme an Gegenveranstaltung auf! Die Wetterau ist kein Platz für Rechtsextremisten

Am 24.3.2012 von 13.00-16.00 Uhr findet der Landesparteitag der NPD im Ortsteil Waldsiedlung der Gemeinde Altenstadt in der Philipp-Reis-Straße 7 statt.

Der Verein „Grätsche gegen Rechtsaussen e.V.“ ruft alle Demokraten dazu auf, am 24. März in Altenstadt, an der geplanten Gegenveranstaltung teilzunehmen.

Das Bündnis90/Die Grünen, Ortsverband Altenstadt, hat eine Gegenveranstaltung angemeldet und genehmigt bekommen. Sie findet zwischen 14.00 und 16.00 Uhr auf dem Josef-Schulmeister-Platz statt.

Der Platz liegt Herrnstr./Ecke Finkenweg, gut 100 m vom Dorfgemeinschaftshaus, in der Philipp-Reis-Str., entfernt.

Der Verein „Grätsche gegen Rechtsaussen e.V.“ unterstützt ausdrücklich diese Gegenveranstaltung in Altenstadt und wird auch daran teilnehmen!

Die Nähe von einigen NPD Mitgliedern zu den Terroristen der Zwickauer Zelle lässt nach unsere Auffassung einen eindeutigen Trend innerhalb dieser Partei erkennen, der gegen unsere demokratische Grundordnung gerichtet ist. Ehemalige Mitglieder und Funktionäre waren sogar Helfershelfer der NSU. Mitglieder dieser Partei sind immer wieder in Strafprozesse wegen Delikten wie z.B. Volksverhetzung und Körperverletzung verwickelt. In Anbetracht der doch sehr kleinen Mitgliederzahlen der NPD handelt es sich, im Verhältnis zur Mitgliederzahl, um eine enorm hohe Zahl von strafrechtlich auffällig gewordenen Mitgliedern, wie es in keiner anderen der demokratischen Parteien Deutschlands auch nur annähernd der Fall ist. Das menschenverachtende Gedankengut, dass von dieser Partei kommuniziert wird, ist nicht vereinbar mit den Werten einer humanistischen Gesellschaft in der ethische und moralische Grundwerte hochgehalten werden und alle Menschen, egal welcher Abstammung, gleich behandelt werden.

Jedem Versuch dieser Partei sich zu organisieren sollte alles was einer Demokratie an legalen Mitteln zur Verfügung steht, entgegengesetzt werden.

Da sich diese Veranstaltung scheinbar nicht mehr mit einem Verbot durch die beteiligten Behörden verhindern lässt, rufen wir alle Demokraten dazu auf von Ihrem demokratisch verbrieften Recht auf Protest und Meinungsfreiheit, am 24.3.2012, Gebrauch zu machen und den Funktionären der NPD, aber auch den Medien und den Anwohnern, zu zeigen, dass es in der Wetterau keinen Platz für Rechtsextremismus gibt!

Wir wollen keine Nazis; nicht in der Wetterau, nicht in Hessen und anderswo!

 

 

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Brief der Lagergemeinschaft Auschwitz an Boris Rhein

Der am 7. März 2012 erschienene Artikel der Wetterauer Zeitung „Bombendrohung gegen Antifa-BI-Vorsitzenden“ veranlasste die Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer e.V. zu einem Brief an den amtierenden Innenminister Boris Rhein. Mit freundlicher Zustimmung der  Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer e.V. veröffentlichen wir diesen Brief mit der Bitte an die Presse dies ebenfalls zu tun.   

„Sehr geehrte Damen und Herren der Presse,

die Aussage des Friedberger Polizeisprechers im Zusammenhang mit der Bombendrohung gegen den Vorsitzenden der Antifa-BI Fbg.e.V. hat Herrn Uwe Hartwig von der Lagergemeinschaft Ausschwitz zu beiliegendem Brief an den Hess. Staatsminister Rhein veranlasst, den er an das Ministerium des Inneren und für Sport geschickt hat.Zitat des  Sprechers der Polizei, Jörg Reinemer: „Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt, prüft aber auch, ob der Wortlaut überhaupt eine Bedrohung darstellt“

Der Verein Grätsche gegen Rechtsaussen e.V. stimmt dem Inhalt des Briefes in vollem Umfang zu und bitte um eine Veröffentlichung – die Genehmigung von Herrn Hartwig hierzu entnehmen Sie bitte am Ende dieser Mail.Des Weiteren fordern wir die ermittelnden Behörden mit Nachdruck dazu auf den Urheber der Bedrohung zu ermitteln und ein entsprechendes Strafverfahren einzuleiten.

Wie kann es sein dass eine derartige Bedrohung zunächst darauf geprüft wird ob sie denn überhaupt eine Bedrohung „im Sinne unseres Rechtsstaates“ ist – wir finden das ungeheuerlich!

Hauptverdächtiger ist offensichtlich P.W. aus Echzell. Würden die noch offenen Verfahren gegen P.W. endlich zur Verhandlung kommen würde er wohl die nächsten Jahre von der Bildfläche verschwinden. Hier  tut sich  die  zuständige Staatsanwaltschaft wohl  auch schwer . . . . 

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Linss

für den Vorstand GRÄTSCHE GEGEN RECHTSAUSSEN e.V.

Verein zur Förderung Demokratischen Bewusstseins

Postfach 1102

61207 Echzell“

 

Wortlaut des Briefes an Boris Rhein: 

Aussage des Polizeisprechers in Friedberg zu Ermittlungen wg. Bedrohung durch Rechtsextremisten

Sehr geehrter Herr Staatsminister Rhein,

dem Artikel in der Wetterauer Zeitung von heute

http://www.wetterauer-zeitung.de/Home/Kreis/Staedte-und-Gemeinden/Echzell/Artikel,-Bombendrohung-gegen-Antifa-BI-Vorsitzenden-arid,325724regid,3puid,1pageid,78.html entnehme ich den Satz: „Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt, prüft aber auch, ob der Wortlaut überhaupt eine Bedrohung darstellt, sagte Sprecher Jörg Reinemer.“

Dass die Polizei bei eingehenden Anzeigen prüft, ob tatsächlich ein Straftatbestand vorliegt, ist wohl Alltagsgeschäft. Wenn diese Vorgehensweise aber ausdrücklich gegenüber der Presse erwähnt wird, horcht man auf. So wie der Satz singulär steht, vermittelt er den Eindruck, dass die Friedberger Polizei sich der Bedrohung, die von den Wetterauer Rechtsextremisten schon lange ausgeht, nicht sicher ist. 

Im Internet war der Satz zu lesen, der Sprecher einer antifaschistischen Initiative möge sich nicht wundern, wenn er mit seinem Auto in die Luft flöge, weil ein wenig zu viel Sprengstoff unter seinem Auto deponiert wurde.

Das Muster einer solchen Formulierung ist bekannt: man kündigt das beschriebene Ereignis nicht an, man fordert auch nicht dazu auf. Nicht selten findet sich jedoch prompt ein Brandstifter und der Biedermann ist fein raus.

Nach zehn faschistisch motivierten Morden in der Bundesrepublik und nach schon lange bekannten Einschüchterungen von Aktivisten gegen Rechtsextremismus in der Wetterau ist die Mitteilung des Polizeisprechers eine Katastrophe und man fragt sich nach der Wahrnehmung der Beamtinnen und Beamten.

Möglicherweise sollten die parlamentarischen Ausschüsse zu den Nazi-Morden auch die Wetterauer Polizei sich zum Thema machen. Die Tendenz zur politischen Einäugigkeit scheint vorzuliegen.

Vielleicht reicht aber auch eine gezielte Fortbildung über das Gewaltpotential der Neonazis und Rechtsextremisten.

Auf alle Fälle sollte die fürsorgliche Aufsicht greifen.

Für eine Information über Ihre Einschätzung des Vorganges würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Hartwig

Vorsitzender Lagergemeinschaft Auschwitz

 

 

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Sprengstoffdrohung auf Facebook gegen antifaschistischen Aktivisten aus Friedberg

Und wieder ist Patrick W. aus Echzell in den Schlagzeilen. Diesmal soll er, laut Frankfurter Rundschau, einen Referenten der Antifachistischen Bildungs-Initiative e.V. aus Friedberg mit einer Bombe unter dessen Fahrzeug gedroht haben. Das Ganze soll sich auf Facebook ereignet haben. Dort wurde außerdem ein Bild des Referenten sowie dessen Adresse und Handynummer veröffentlich, gefolgt von dem Aufruf, diesen einem „Telefonterror“ zu unterziehen.

Diese Vorkommnisse veranlassen uns zu folgendem Statement:

In Anbetracht der Terroranschläge durch die Zwickauer Zelle, die vielen Menschen den Tod, Familien großes Unglück und dem Staat in dem solche Vorkommnisse möglich sind, erheblichen Schaden, zugefügt hat, ist eine Bombendrohung kein „Kavaliersdelikt“. Es handelt sich um eine ernst zu nehmende Bedrohung, die strafrechtliche Konsequenzen haben muss.

Wir, die „Grätsche gegen Rechtsaussen e.V.“, erklären uns mit Andreas B. und dessen Arbeit im Wetteraukreis gegen Rechts, solidarisch und fordern alle Demokraten, die zuständigen Behörden sowie die Politiker auf, dies ebenfalls zu tun. Weiterhin fordern wir die Strafverfolgungsbehörden auf, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, den oder die Urheber der Bedrohung ausfindig zu machen und ihrer Strafe zuzuführen.

Gestern war es ein Nachbar, der sich nur über den Krach mitten in der Nacht beschweren wollte und verprügelt wurde, heute ist es Andreas B., der mit einer Bombe bedroht wird,weil er engagiert ohne Angst gegen Rechtsextremismus vorgeht, und morgen?

Die Grätsche gegen Rechtsaussen e.V. setzt sich seit 2009 gegen die Ausweitung der rechtsextremen Tendenzen in Echzell und Umgebung und für eine gut aufgeklärte Jugend ein. Der Verein freut sich über tatkräftige Unterstützung und Spenden. Interessierte können sich unter presse@graetsche-gegen-rechtsaussen.info melden.

Pressekontakt: Sabrina Lauster 0178/ 232 63 62

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Aus der Region, aus Deutschland, aus Europa: Die Mischung macht‘s!

Gekonnter musikalischer Stilmix am 6. August beim Festival „GemeinsamGegen Rechtsaussen“ in Echzell

Nachdem der Nachmittag nach dem ökumenischen Gottesdienst um 14:00 Uhr eher traditionell vom Musikverein Echzell, dem Gesangverein Einheit Echzell und demMusikzug der Freiwilligen Feuerwehr Blofeld musikalisch untermalt wird, lassen es die Veranstalter am Abend richtig krachen: Wo im letzten Jahr Fräulein Wunder und Hartmann ihr Bestes gaben und ein breites Publikum begeistern konnten, erklingen in diesem Jahr andere, frechere Töne. Beim diesjährigen Festival „Gemeinsamgegen Rechtsaussen“ geben sich gleich drei Bands die Ehre. Sie kommen aus Hessen, Deutschland und der Welt. Musikalisch sind sie ebenfalls in sehr unterschiedlichen Regionen zuhause.

Der 24jährige Singer & Songwriter Domi, bade! kommt aus den grünen Wäldern de rWetterau, Ranstadt um genau zu sein. Der smarte Sunnyboy punktet bei seinen Fans mit deutschen Texten, die intelligent, witzig – und auch sehr kritisch sind. Auch sein Engagement beim Festival „Gemeinsam gegen Rechtsaussen“ vertritt er mit klaren Worten: „Rechtsradikalismus sollte in unserer Gesellschaft kleinen Platzhaben. Und es ist extrem wichtig, dass gerade in den ländlichen Regionen mehr Initiative gegen Gewaltverherrlichung und Intoleranz gezeigt wird.“ Domi bringt seine Liveband mit und eröffnet das Konzert um 19.30 Uhr.

Um 21.00 Uhr übernehmen die Coconut Butts aus Aachen. Die sieben Jungs sind schrill, bunt und bringen eine ganze Menge Blech mit auf die Bühne. Das braucht man auch um ordentlichen Ska-Punk abzuliefern! Mit schnellen Takten und englischer Sprache unterscheiden sie sich erheblich von ihren Vorgängern. Frech und vorwitzig kommen sie daher. Der fröhliche Haufen kennt sich schon sehr lange und hat 2007 beschlossen, auch gemeinsam Musik zu machen. Dass den Jungs auch Reggae im Blut liegt, lässt sich nicht leugnen. Johannes, Drummer der Band:„….Auch wenn wir keine direkt politisch orientierte Band sind, sind wir alles andere als politisch uninteressiert. Die Geschichten die wir in unseren Liedern erzählen,haben alle ihren individuellen Bezug zu Themen wie Freiheit, Solidarität und einem positiven Blick nach Vorne! … Daher ist es für uns absolute Ehrensache derartige Organisationen und Veranstaltungen für ein friedliches Miteinander und gegen jegliche dumme Intoleranz unterstützen zu können!“

Last but not least werden gegen 22.30 Uhr die Gäste mit dem längsten Anreisewegdie Bühne rocken. Aus dem hohen Norden, aus Schweden kommen Mary Fay, eine der hoffnungsvollsten Formationen in der europäischen Nachwuchsmusikwelt. Sie werden jetzt bereits als die kommenden schwedischen Rock-Überflieger in derFachpresse betitelt. Auf ihrer Homepage www.maryfay.se beschreiben sie ihren Sound als: „…emotionalen Rock mit poppigen Einflüssen und einer speziellen Mischung aus kräftigem Sound mit anspruchsvollen Texten“ Und das stimmt auch.Sie rocken auf sehr emotionale Art zwischen Nirvana und The Rasmus. Wer im letzten Jahr von Hartmann positiv überrascht war, den wird Mary Fay aus den Socken hauen.

Aber auch Festivals-Besucher, die nicht bis zu den musikalischen Höhepunkten bleiben möchten, werden am Nachmittag jede Menge Unterhaltung für die ganze Familie vorfinden: So gibt es wieder eine Rallye für Jedermann, wo verschiedene Sportstationen wie z.B. ein Kletterturm oder Bogenschießen ausprobiert werden können, eine Tombola mit attraktiven Preisen, einen Jedermann-Sponsorenlaufsowie einen Diskofox- und Kampfsport-Workshop und zahlreiche Informationsstände. Die Ausstellung „Tatort Rheinland-Pfalz & Hessen“. Unterstützt wird das Festival von der Sportjugend Hessen, dem Beratungsnetzwerk Hessen sowie dem Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“. Beginn ist um 14:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die „Grätsche gegen Rechtsaußen – Verein zur Förderung demokratischenBewusstseins e.V.“ ist gemeinnützig, parteipolitisch unabhängig und alle Mitgliedersind ehrenamtlich tätig. Fokus liegt auf der Vernetzung der Wetterauer Bündnisse, Parlamente und BürgerInnen, um die den rechtsextremen Tendenzen in der gesamten Wetterau entgegenzustellen. Der Verein freut sich über weitere tatkräftige Vereinsmitglieder und Spenden. Unter www.graetsche-gegen-rechtsaussen.de lassen sich weitere Informationen und der Mitgliedsantrag finden.

 

Vereinsvorstand:

Erste Vorsitzende: Olivia Bickerle

Zweiter Vorsitzende: Manfred Linss

Kassenwart: Kurt Rühl

Schriftführerin: Sabrina Lauster

Pressereferentin: Elena Stoll

Kassenprüfer: Martina Schubert und Peter Kruse

Pressekontakt: Elena Stoll 0174-2052345  

Info-Telefon: 0151 / 21 95 88 58

Im Falle einer Veröffentlichung freuen wir uns über eine kurze Nachricht.

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Echzell bekennt wieder Farbe

Festival „Gemeinsam Gegen Rechtsaussen“ am 06.08.11 ,Sportplatz Echzell-Gettenau

Die dramatischen Ereignisse in Norwegen haben wieder einmal gezeigt, dass die Demokratie keine Selbstverständlichkeit in den Köpfen aller Menschen ist. Das Massaker auf der kleinen Insel Utøya ruft auf tragische Weise ins Bewusstsein, dass auch in Europa die Demokratie den Angriffen einzelner Fanatiker machtlos ausgeliefert ist.

Auch im Wetteraukreis sind immer noch ein paar Ewiggestrige aktiv und sprechen sich gegen eine tolerante Gesellschaft und die Grundwerte der Demokratie aus. Sie organisieren sich in rechtsextremen Gruppen in der Mitte der Gesellschaft und verbreiten ihr braunes Gedankengut gerne unter Jugendlichen.

Im letzten Jahr organisierte die Bürgerinitiative „Grätsche gegen Rechtsaußen“ aufgrund aktueller Vorkommnisse innerhalb kürzester Zeit das 1. Echzell Festival „Gemeinsam gegen Rechtsaußen“. Mit rund 900 Besuchern trotz widrigen Wetterbehältnissen ein Erfolg, der sich sehen lassen konnte. Unterstützt von der Sportjugend Hessen , dem Beratungsnetzwerk Hessen und ortsansässigen Vereinen gelang es der jungen Initiative auf das Gefahrenpotential aufmerksam zu machen, das von einer in Echzell ansässigen rechtsextremen Gruppe ausgeht. Mit dem Festival wurde eine Plattform geschaffen, um aufzuklären, zu informieren und gemeinsam ein friedliches Zeichen in der Gemeinde zu setzen. Für Kinder und Jugendliche gab es eine Sportrallye mit integriertem Quiz zur Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ der Friedrich-Ebert-Stiftung, die im Feuerwehrgerätehaus gezeigt wurde, während sich die Eltern an den Informationsständen von Polizei, Antifaschistischer Bildungsinitiative Friedberg und anderen sozialen Institutionen, die sich mit der Prävention gegen Übergriffe der rechten Szene beschäftigen, informieren konnten. Dieses Zeichen wurde von Seiten der hessischen Politik und einer breiten Öffentlichkeit sehr gerne gesehen und unterstützt.

In diesem Jahr gibt es die BI nicht mehr. Sie wurde auf Bestreben ihrer Mitglieder nach dem Festival zur GRÄTSCHE GEGEN RECHTSAUSSEN e.V. – Verein zur Förderung demokratischen Bewusstseins umformiert. Es entstanden verschiedene Arbeitsgruppen, wie die AG Bildung oder die AG Jugend, die darum bemüht sind, attraktive Angebote für die ortsansässige Jugend und darüber hinaus zu schaffen.

Der Verein hat auch in diesem Jahr wieder ein Festival organisiert. Dieses Mal nicht nur mit der Hilfe der Gemeinde Echzell und ortsansässiger Vereine und Gewerbetreibender der Sportjugend Hessen und dem Beratungsnetzwerk Hessen, sondern auch mit finanziellen Mitteln aus dem Bundesprogramm TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend. Im Rahmen dieses Programms entsteht derzeit ein Lokaler Aktionsplan für die Mittlere Wetterau von dem nicht nur die zivilen Akteure wie Vereine und Kirchen in Echzell profitieren werden, sondern auch die eingebundenen um liegenden Kommunen Florstadt, Reichelsheim und Wölfersheim.

Das Festival 2011 steht unter dem Motto „Gemeinsam Gegen Rechtsaussen – Toleranz fördern-Kompetenz stärken“ und wird am 6. August auf dem Gelände des Sportplatzes in Echzell-Gettenau wieder informieren, beraten und ausklären, aber auch durch ein vielfältiges Tagesprogramm mit anschließendem Livekonzert Besucher jeden Alters begeistern. Auftakt um 14 Uhr bildet ein ökumenischer Gottesdienst zu dem auch wieder hessische Politiker wie der Landtagsabgeordnete Hermann Schaus (Die Linke) und Staatssekretär Mark Weinmeister (CDU) vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ihr Kommen angekündigt haben. Um 15:00 erfolgt der Startschuss zum Sponsorenlauf und zur Öffnung des Sport- und Spieleparcours. Im Mittelpunkt des Nachmittagsprogramms wieder die Rallye, die gekonnt Spiel, Sport und Spaß mit Aufklärung und Information verbindet. Jeder kann nach der Absolvierung von 6 frei wählbaren Stationen sich auf ein Gratis-Getränk freuen. Im Zuge der Rallye kann wieder geskatet, gekickt, geklettert und vieles mehr getan werden. Ein besonderes Highlight in diesem Jahr stellt ein Bungee-Trampolin dar, das von der Jugendpflege Echzell organisiert und betreut wird. Die Ausstellung „Tatort: Rheinland-Pfalz“ der Heinrich-Böll-Stiftung ergänzt durch einen regionalen Teil, der von der Antifaschistischen Bildungsinitiative e.V. dankenswerterweise zu Verfügung gestellt wird, stellt den Schlußpunkt der Rallye dar. Ergänzt wird das Angebot durch  Discofox- und Selbstverteidigungsworkshops, eine Tombola mit attraktiven Preisen, den Musikverein Echzell, den Gesangverein „Einheit Echzell“, den Musikzug der freiwilligen Feuerwehr Reichelsheim-Blofeld, einen Bogenschießstand, Kinderschminken und einer Blackbox, in der jeder sein Statement zum Festival per Videobotschaft abgeben kann und soll. Für Speisen und Getränke sorgen ein Imbisswagen und Getränkestand der Grätsche, ein Stand mit vegetarischem Essen des Solmser Hofes, ein Kuchenbuffet der Damen der AsF Reichelsheim sowie eine mobile Cocktailbar.

Ab 19.30 Uhr wird’s dann wieder laut auf der Bühne im Festzelt. Es spielen aus der Region der smarte Singer/Songwriter Domi Bade mit seiner Liveband, aus Deutschland die Coconut Butts, die fröhlichen Ska-Punk und auch ein bisschen Reggae darbieten, sowie extra aus Schweden angereist die Jungs von Mary Fay, eine der herausragenden Newcomerbands im Bereich Indie/Alternative.

Das Ganze ist wie im letzten Jahr wieder eintrittsfrei. Die Grätsche hofft, auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Gäste auf dem Sportplatz in Echzell-Gettenau willkommen heißen zu dürfen. 

 

Vereinsvorstand:

Erste Vorsitzende: Olivia Bickerle

Zweiter Vorsitzende: Manfred Linss

Kassenwart: Kurt Rühl

Schriftführerin: Sabrina Lauster

Pressereferentin: Elena Stoll

Kassenprüfer: Martina Schubert und Peter Kruse

Pressekontakt: Elena Stoll 0174-2052345  

Info-Telefon: 0151 / 21 95 88 58

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GRÄTSCHE GEGEN RECHTSAUSSEN

Verein zur Förderung demokratischen Bewusstseins

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61207 Echzell

 

 

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Verein informiert über rechtsextreme Schulhof-CD

Vorbeugen statt Nachsorgen: Verein informiert über rechtsextreme Schulhof-CD

In Wahlkampfphasen werden seit 2006 gerne von der NPD und anderen neonazistischen Gruppierungen so genannte „Schulhof-CDs“ verteilt, die insbesondere Kinder und Jugendliche mit attraktiver Aufmachung, Musik und Inhalten mit rechtsextremistischem, demokratiefeindlichem und menschenverachtendem Gedankengut vertraut machen. In betont jugendlichem Outfit kommt die neue CD „Jugend in Bewegung – Schüler-CD“ des nationalen Widerstandes daher. Rein äußerlich ist die Gesinnung der Macher nicht mehr zu erkennen. Aus diesem Grund lud der Verein GRÄTSCHE GEGEN RECHTSAUSSEN e.V. am 24. März 2011 Lehrer, Angehörige pädagogischer Berufe und interessierte Mitbürger nach Echzell zu einem Informationsabend ein.

Referent Andreas Balser von der Antifaschistischen Bildungsinitiative e.V. aus Friedberg stellte den knapp 50 Besuchern der Veranstaltung die Inhalte und Hintergründe der CD vor. „In den rassistischen Begleittexten wird versucht, die SchülerInnen als Zielgruppe politisch zu instrumentalisieren“, führte Balser aus. „In den Texten wird die Neonaziszene als harmlos dargestellt und der Eindruck erweckt, man widerlege die demokratischen Argumente gegen Rechtsextremisten.“ An anderer Stelle wiederum wird Klartext gesprochen: „Zählt nicht uns, zählt eure Tage“ und andere braune Parolen werden ergänzt durch die üblichen Forderungen zur Abschiebung von Ausländern, da diese niemals Teil der deutschen „Volksgemeinschaft“ würden. Extrem perfide empfanden die Zuhörer des Informationsabends den mitgelieferten „Werkzeugkasten“: Von Kontaktmöglichkeiten zu über 100 extrem rechten Gruppen über ganze Musiksammlungen mit rechtsideologischen Texten bis hin zu Softwareverschlüsselungsprogrammen, um den eigenen Computer vor dem Zugriff der Eltern oder anderen Bezugspersonen zu schützen. Ergänzt wird der Werkzeugkasten mit am Heimcomputer druckbarem Werbematerial zu Weitergabe im persönlichen Umfeld. „Es ist erschreckend, was verbreitet wird ohne dass man es erkennt“, so eine Teilnehmerin. „Und noch viel schlimmer ist, wie geschickt diese CD Erstwähler versucht zu manipulieren.“

Dass aber gut informierte Schüler nicht einfach Nazis ins Netz laufen, zeigte am Ende der Veranstaltung ein kurzes Video: Bei einer Podiumsdiskussion an der Friedberger Augustinerschule in der vergangenen Woche wiesen die SchülerInnen mit richtigen Argumenten selbstbewusst den NPD-Vorsitzenden Jagsch in seine Schranken.

Unter dem Motto „Vorbeugen statt Nachsorgen“ plant die GRÄTSCHE GEGEN RECHTSAUSSEN e.V. weitere Informationsveranstaltungen in der Wetterau zu diesem Thema. Mehr Informationen sind auf der Homepage des Vereins zu finden, bei Anmeldung per Email unter nettenachbarn@yahoo.de erhalten Interessierte alle aktuellen Termine und News des Vereins.

Die „Grätsche gegen Rechtsaußen – Verein zur Förderung demokratischen Bewusstseins e.V.“ ist gemeinnützig, parteipolitisch unabhängig und alle Mitglieder sind ehrenamtlich tätig. Fokus liegt auf der Vernetzung der Wetterauer Bündnisse, Parlamente und BürgerInnen, um die den rechtsextremen Tendenzen in der gesamten Wetterau entgegenzustellen. Der Verein freut sich über weitere tatkräftige Vereinsmitglieder. Unter www.graetsche-gegen-rechtsaussen.de lassen sich weitere Informationen und der Mitgliedsantrag finden.

 

Vereinsvorstand:

Erste Vorsitzende: Olivia Bickerle

Zweiter Vorsitzende: Manfred Linss

Kassenwart: Kurt Rühl

Schriftführerin: Sabrina Lauster

Pressereferentin: Elena Stoll

Kassenprüfer: Martina Schubert und Peter Kruse

Pressekontakt: Elena Stoll 0174-2052345  

Info-Telefon: 0151 / 21 95 88 58

Im Falle einer Veröffentlichung freuen wir uns über eine kurze Nachricht.

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Haben wir aus der Geschichte gelernt?

Leserbrief zu: 58-Jähriger von Rechtsextremen angegriffen, Wetterauer Zeitung vom 8. Juli 2010 

Martin Niemöller, ev. Geistlicher und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, sagte im Rückblick auf die schrecklichen Ereignisse des 3. Reiches: „Als sie die Juden holten, habe ich nicht protestiert, denn ich war ja Christ… als sie die Sozialdemokraten holten, da habe ich auch nicht protestiert, denn ich war ja kein Sozialdemokrat… als sie die Katholiken holten, habe ich nicht protestiert, denn ich war ja Protestant… als sie mich holten, war niemand mehr da der protestieren konnte!“ Doch halt, es geht nicht nur um die Vergangenheit – heute versucht der braune Mob immer wieder Fuß zu fassen-, bei uns! In Gettenau! Vor der Haustür!

Auf heute könnten wir das Niemöller-Zitat so umschreiben: „Als sie die Asylanten überfallen haben, da habe ich nicht protestiert, denn ich war ja kein Asylant. Als sie Ausländer zusammengeprügelt haben und Hetzparolen verbreitet haben, habe ich auch nicht protestiert, denn ich war ja kein Ausländer. Als sie die Leute in der Wiesengasse überfallen und zusammengeschlagen haben, da habe ich auch nicht protestiert, denn ich wohne ja nicht in der Wiesengasse…“ Und wenn sie eines Tages mich, Sie, jemanden von uns niedermachen und zusammenprügel? Gibt es dann auch niemanden mehr, der protestiert? Nein, soweit darf es nicht kommen! Angst, Schweigen, Wegschauen – das würde das Problem nur verschärfen. Dass sogar ein Beamter die Anwohner auffordert wegzuziehen, ist skandalös – jetzt stellt sich die Frage, haben wir aus der Geschichte gelernt. Leider wurden die schlägertrupps von SA und SS, verkrachte Existenzen, die schon damals Menschen um sich scharten, unterschätzt. Keiner kann sagen, das Problem „Wiesengasse“ betrifft mich nicht. Es geht um unsere Zukunft. Wie wird unsere Jugend geprägt? Jeder ist gefragt, noch können wir eine schlimmere Entwicklung verhindern – wenn alle zusammenhalten – alle Menschen guten Willens, über konfessionelle, religiöse und politische Grenzen hinweg. Unterstützen Sie die Arbeit der „Grätsche gegen Rechtsaußen“ und auch das Festival am 28. August 2010, „Gemeinsam gegen Rechts“. 

Wolfgang Kaiser – Pfarrer aus Wölfersheim 

Vereinsgründung Grätsche gegen Rechtsaußen

Vereinsgründung Grätsche gegen Rechtsaußen

– Verein zur Förderung demokratischen Bewusstseins

Am Montag, den 04. Oktober 2010, wurde in Echzell-Gettenau der Verein zur Förderung demokratischen Bewusstseins „Grätsche gegen Rechtsaußen“ von 22 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen.

Vorausgegangen war die Bürgerinitiative gleichen Namens, die sich im Herbst 2009 organisierte, als sich rechtsextreme Übergriffe und Provokationen einer wetterauweit bekannten Neonazi-Gruppierung in Echzell ausbreiteten.

Diese rassistisch motivierten und gewalttätigen Tendenzen sind seitdem ständiges Thema in der Dorfgemeinschaft Echzells, werden aber oft noch nicht als das gesehen, was sie sind: Vor allem eine Gefahr für Kinder und Jugendliche, die wenig Alternativen haben, ihre Freizeit zu gestalten und somit besonders gefährdet sind, in neonazistische Strukturen abzurutschen.

Der Verein „Grätsche gegen Rechtsaußen“ möchte deshalb Bildungs- und Freizeitangebote schaffen, Aufklärungsarbeit leisten und den Dialog zwischen einzelnen BürgerInnen, aber auch zwischen den vielen Wetterauer Gemeinden herstellen und fördern.

Auch die Bürgermeister der Nachbargemeinden Reichelsheim, Wölfersheim und Florstadt bekundeten bereits im Voraus ihre zukünftige Unterstützung. Der Echzeller Bürgermeister Dieter Müller stand bei der Vereinsgründung als Versammlungsleiter zur Verfügung.

Der Verein „Grätsche gegen Rechtsaußen“ ist gemeinnützig, parteipolitisch unabhängig und alle Mitglieder helfen ehrenamtlich. Gezielter Fokus liegt auf der Vernetzung der Wetterauer Bündnisse, Parlamente und BürgerInnen, um die sich verstärkenden rechtsextremen Tendenzen in der gesamten Wetterau zu verhindern. Der Verein freut sich über weitere tatkräftige Vereinsmitglieder. Unter www.graetsche-gegen-rechtsaussen.de lassen sich weitere Informationen und der Mitgliedsantrag finden.

 

Vereinsvorstand:

Erste Vorsitzende: Olivia Bickerle

Zweiter Vorsitzende: Manfred Linss

Kassenwart: Kurt Rühl

Schriftführerin: Sabrina Lauster

Pressereferentin: Elena Stoll

Kassenprüfer: Martina Schubert und Peter Kruse

Pressekontakt: Elena Stoll 0174-2052345  

Info-Telefon: 0151 / 21 95 88 58

Im Falle einer Veröffentlichung freuen wir uns über eine kurze Nachricht.

GRÄTSCHE GEGEN RECHTSAUSSEN

Verein zur Förderung demokratischen Bewusstseins

Postfach 1102

61207 Echzell

 

 

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