Wochenzeitung – Nachlese

Fußballturnier für Demokratie und Toleranz am 14.04.2012 in Langgöns

Dabei sein war alles !

Erstmals nahm die C-Jugend an diesem schon einige Jahre in Langgöns stattfindenden Turnier teil. Auf Anfrage der Grätsche gegen Hechtsaußen aus Echzell waren 7 Spieler unserer Jugend unter dem Namen „Grätsche“ dabei. Doch als faire Spieler machten unsere Jungs natürlich nicht von der Grätsche gebrauch.

Vor Beginn des Turniers wurden alle Teams zusammengerufen um festzustellen ob welche fehlen. Dies gelang nicht ganz, da einige Mannschaften erst später eintrafen und oder als Anwesend gemeldet waren, jedoch fehlten. Prompt erwischte es unsere Mannschaft. Der Gegner war nicht erschienen, dass waren die ersten 3 Punkte ohne gespielt zu haben. Die nachfolgenden Spiele verschoben sich des öfteren und manchmal stand nur 1 Team auf dem Platz oder 2 Teams mussten diesen wieder verlassen weil sie dann doch nicht dran waren. Im 1. schon herbeigesehnten Match wurden dann unsere Spieler unter Wert geschlagen. Beim darauf folgenden Spiel war die gegnerische Mannschaft klar besser und gewann auch verdient. Hier verhinderte unser Torwart durch tolle Paraden eine höhere Niederlage. Das letzte Gruppenspiel wurde zwar mit einer sehr guten Mannschaftsleistung gewonnen, dies reichte jedoch nicht mehr zum weiterkommen. So konnten unsere jungen Spieler sich die von der „Grätsche“ gesponserte Verpflegung munden lassen. Dabei sie noch der Mannschaft von der Jugendpflege Echzell zu, die es bis ins Viertelfinale geschafft hatte.

Sportlich hatte man zwar nicht geglänzt, doch so hat die Mannschaft noch Luft nach oben für das nächste Mal. An dieser Stelle noch mal ein Dankeschön für die sehr gute Betreuung durch die Grätsche gegen Rechtsaußen bei diesem Fußballturnier ! 

Für die Grätsche spielten : Hendrik Hintz, Philipp Stete, Maximilian Roos. Philipp Hinkel. Marvin Wink-ler ( M.W ), Janik Hergenröther und Arvind Nandha. Als Fan : Der verletzte Steffen Klix  

© Wochenzeitung 27.04.2012  

 


Videos aus dem Internet

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen sehenswerte Videos aus dem Internet vor, die sich mit dem Thema Toleranz, Demokratie und Solidarität auseinandersetzen. Mal handelt es sich um witzige Werbung, Songs  oder Trailer, mal um ernstzunehmende Berichte über die verschiedensten Themen zu Demokratie und Toleranz.

 

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 Hier geht´s zu den Videoarchiven:

 

Fußballturnier für “Demokratie und Toleranz“

Am 14. April 2012 nahmen die Grätsche gegen Rechtsaussen e.V. in Kooperation mit dem SV 1920 Echzell am Fussballturnier für “Demokratie und Toleranz“ in Langgöns teil.

Anpfiff war um 9.30 Uhr. 17 Mannschaften kämpften engagiert und fair um den Siegerpokal. Die Spieler unserer Mannschaften setzten sich aus C-Jugend Spielern des SV 1920 Echzell e.V. zusammen. 

Die Gruppenphase sah die Mannschaften „FC Mittenaar“, „Die Rodheimer“, die „Lollarer City Boys“ und die „Brothers and Kings Langgöns“ als Gruppensieger. 16 Mannschaften spielten danach in spannenden Spielen auf den beiden Kleinfeldern im K.O.-System. Richtig spannend wurde es im Halbfinale, wo die „Lollarer City Boys“ die „Gießen Skyliners“ mit 2:0 besiegten und parallel dazu die „Brothers and Kings Langgöns“ ihre Partie gegen „Die Rosbacher“ mit 1:0 siegreich gestalten konnten . Im Spiel um Platz gewann die Skyliners dann gegen die Mannschaft aus Rosbach mit 5:4 nach Neunmeterschießen. Torlos blieb es im Finale, so dass auch hier das Neunmeterschießen entscheiden musste. Die „Brothers and Kings“ hatten schließlich das bessere Ende für sich und besiegten die „Lollarer City Boys“ mit 3:2.

Gerald Dörr und Gerd Lengler, die beide als Mitglieder des Bündnis für Demokratie Langgöns für die Turnierleitung zuständig waren, lobten bei der Siegerehrung alle Mannschaften für ihre außerordentliche Fairness. Dörr und Lengler waren sich auch darüber einig, dass die beiden besten Mannschaften des Turniers verdientermaßen im Finale standen.

Alles in Allem ein gelungener Tag an dem deutlich wurde, dass nur ein faires, sportliches und tolerantes Miteinander den Spassfaktor maximiert! Wir freuen uns schon auf das nächste Turnier….

 

 

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Preise als „Stärkung“ für weitere Arbeit

Vorstandswahlen bei der „Grätsche gegen Rechtsaußen“

Manfred Linss ist neuer Vorsitzender des Vereins „Grätsche gegen Rechtsaußen“. Während der Jahreshauptversammlung des Vereins gegen Ausbreitung rechter Tendenzen in Echzell und der Wetterau wurde außerdem Olivia Bickerle zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Frank Stulz ist ab sofort Kassenwart, Michael Bruder bekleidet das Amt des Pressereferenten. Kassenprüfer sind Ilona Christoph und Peter Bickerle. Schriftführerin Martina Schubert wurde in ihrem Amt bestätigt.

Neben einer erfreulichen Mitgliederentwicklung, 15 neue Mitglieder zählt der Verein, wurden die Projekte des vergangenen Jahres nochmals beleuchtet und analysiert. Sehr erfolgreich sei die Lesung und Filmvorführung des Buches „Der Junge im gestreiften Pyjama“ von John Boyne gewesen, für die der Verein Wulf Hein als Vorleser habe gewinnen können. Auch über das Festival „Gemeinsam gegen Rechtsaußen“ wurde noch einmal gesprochen. Es habe gezeigt, wie viele Menschen sich über politische und religiöse Unterschiede hinweg für eine gemeinsame Sache solidarisieren, so die Meinung der Mitglieder. Der Vorstand bedankte sich bei allen Mitgliedern, Helfern und Unterstützern für die harmonische Zusammenarbeit vor, während und nach dem Festival.

2011 konnte der Verein mit „best2011“ (Hessischer Jugendring) und „Aktiv 2011“ (Bündnis für Demokratie und Toleranz) zwei Preise gewinnen, die „uns bestärken, mit unserer Arbeit weiterzumachen. Ein wenig stolz sind wir schon“, sagte Olivia Bickerle. Eine weitere „Ehrung“ sei für den Verein die Einladung zur „Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtsextremer Gewalt“ in Berlin gewesen. Zum Abschluss gab der neue Vorstand noch eine Vorausschau auf das Jahr 2012. Neben dem Echzeller Kirchplatzfest, an dem der Verein, neben anderen Vereinen der Gemeinde, teilnimmt, wird es wieder eine Lesung geben. Außerdem findet am 30. September eine Bildungsfahrt zur Gedenkstätte Buchenwald statt, an der auch Nicht-Mitglieder teilnehmen können. Weitere Projekte seien in Planung aber zum Zeitpunkt der Versammlung noch nicht abschließend beschlossen, hieß es abschließend.

© Kreis Anzeiger 12.04.2012  

Wetterau kämpft weiter für Vielfalt und Toleranz

An Ostern ist es etwas besser als zu Weihnachten. Im Winter hatten Neonazis einigen Bewohnern der Echzeller Wiesengasse das Fest vermiest, jetzt ist die Stimmung besser. Denn ihr Nachbar, ein Anhänger der rechten Szene, sitzt in Untersuchungshaft und seine Kumpels machen sich rar in der Wetterau-Gemeinde.

»Wir sind froh, dass die Spitze der Auseinandersetzungen vorüber ist«, sagt Thomas Alber, der Leiter des Haupt- und Ordnungsamtes von Echzell. Damit der Rechtsextremismus keine Chance bekommt, nimmt die Gemeinde seit rund einem Jahr an einem Förderprogramm des Bundes teil.

Neben Echzell machen bei dem sogenannten lokalen Aktionsplan Mittlere Wetterau auch die Kommunen Reichelsheim, Wölfersheim und Florstadt mit. Unter dem Motto »bunterleben« laufen Projekte für Vielfalt, Toleranz und Respekt zusammen mit Vereinen und Institutionen vor Ort. Das sei ganz wichtig, betont Alber. »Der Weg ist das Ziel beim Engagement gegen Rechts. Und wir glauben, dass der Weg über Vielfalt, Respekt und Toleranz der gangbare und richtige ist. Sie müssen die Menschen abholen, dann sind sie auch bereit, das zu ihrem Thema zu machen.«

»Problem nur verlagert« 

Die Stimmung habe sich zwar verbessert, sagt Manfred Linss, der Vorsitzende des Echzeller Vereins »Grätsche gegen Rechtsaußen«. Aber: »Die Menschen haben die große Sorge, dass die Ruhe nicht von Dauer ist«. Die »Grätsche« wurde als Reaktion auf die Probleme im Ort gegründet und ist mittlerweile in der ganzen Wetterau aktiv.

Auch Andreas Balser von der »Antifaschistischen Bildungsinitiative«, die die Szene in Hessen beobachtet, sieht eine Verbesserung. »Das Problem ist damit aber nicht gelöst«, warnt er. »Es hat sich nur verlagert.« Denn die Szeneanhänger würden sich nun andernorts treffen, etwa auf Parkplätzen in Florstadt. Auch in Altenstadt beobachtet die Initiative mehr rechte Umtriebe, seit führende NPD-Köpfe in den Ort gezogen seien. Die Wetterau gilt als ein Schwerpunkt der rechten Szene in Hessen. Das will die Region nicht hinnehmen.

Rund 250 Menschen demonstrierten vor zwei Wochen in Altenstadt gegen eine NPD-Parteiveranstaltung in der Wetterau-Gemeinde. Für Balser ein Erfolg, denn: »Es haben sich alle gesellschaftlich relevanten Gruppen beteiligt.« Zudem habe bei der Bürgermeisterwahl in Altenstadt Anfang April der NPD-Kandidat keine Chance gehabt.

Mehr Prävention 

Balser bemerkt ein größeres Interesse am Thema Rechtsextremismus und an denen, die sich dagegen engagieren, seitdem im Herbst die Morde der Zwickauer Terrorzelle bekannt wurden. Allerdings: »Die Politik hat keine Konsequenzen gezogen, es gibt keine schärferen Gesetze, nicht mehr Initiativen oder Programme gegen Rechts.« Es sei auch nichts mehr für die Prävention getan worden, damit etwa Jugendliche erst gar nicht in rechtsextreme Kreise geraten. »Die Politik hat noch keine Lehren gezogen.«

© Wetterauer Zeitung 11.04.2012